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NeoBlue

Solution for Low-NOx

Unsere Idee - SCR Retrofit Diesel mit Oberland NeoBlue

Dieselmotoren von Personenwagen gelten als die Hauptquelle für die hohen Stickoxidwerte auf den Straßen und in den Städten. Dieselmotoren haben im Vergleich zu Benzinmotoren einen höheren Wirkungsgrad, was im Wesentlichen auf das Verbrennungsverfahren des Dieselmotors zurückzuführen ist. Da Dieselkraftstoff eine um ca. 10 % höhere Energiemenge bereitstellt, erfordert dies bei der Verbrennung einen höheren Luftanteil.

NeoBlue

AdBlue - Technologie

Bei der Entwicklung moderner Dieselmotoren stand meist der Verbrauchsvorteil und damit die Einsparung von CO2 im Vordergrund, was wiederum mit einem deutlich höheren Stickoxidausstoß in Kauf genommen werden musste. Besonders deutlich wird dies bei den EURO5-Dieselmotoren von Personenwagen, welche in den wenigsten Fällen bereits über eine moderne Abgasreinigung verfügen, die sog. AdBlue-Technologie, welche Harnstoff in den Abgasstrang einspritzt, um Stickoxide zu reduzieren.

Bei diesen EURO5-Diesel-Pkws wurde ab Herbst 2015 eine wesentliche Diskrepanz zwischen den Stickoxidemissionen im realen Fahrbetrieb und den Messungen im Labor nachgewiesen. ADAC und viele weitere Prüfinstitute stellten fest, dass nicht wenige Fahrzeugmodelle im realen Fahrbetrieb (RDE = Real Drive Emission) Stickoxidwerte von über 1.000 mg/km, zeigten, obwohl nur 180 mg/km im Labortest zulässig waren.

SCR steht für „selektive katalytische Reduktion“ und entspricht heutigem Standard bei der Abgasreinigung von Dieselmotoren der neuesten Generation. Dieses Reinigungsverfahren kann Stickoxide (NOx) sehr effizient reduzieren und ist deshalb auch die beste Technologie für unsere Nachrüstlösung "Neo-Blue".

Das Ergebnis beeindruckt – ein mit NeoBlue nachgerüstetes Dieselfahrzeug senkt den Schadstoffausstoß von Stickstoffdioxid (NO2) wesentlich und leistet somit einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Luft.

NeoBlue – das SCR-Nachrüstsystem für Dieselmotoren.

Schluss mit schmutzigem Diesel!

NeoBlue

Unsere Lösung - NeoBlue

Im Thermolyse-Generator NeoBlue wird das Reduktionsmittel "AdBlue" außerhalb des Abgasrohrs in einer separaten Heizkammer bereitgestellt. Der Vorteil: in der Heizkammer herrschen immer gleiche Temperaturbedingungen, weit über 200°C.

Das Reduktionsmittel AdBlue kann also kontinuierlich und somit völlig unabhängig von der Abgastemperatur zu Ammoniak umgewandelt und bedarfsgerecht dem Abgas zugeleitet werden. NeoBlue funktioniert also auch im Stadtverkehr und reduziert gerade dort, wo die Schadstoffbelastung am höchsten ist, ganz besonders viel Stickoxid aus den Abgasen des Dieselmotors.

Keine halben Sachen:

Bestandteile des Oberland-Nachrüstsystems NEO-Blue:

  1. SCR-Katalysator
  2. Thermolyse-Generator mit Heizelement
  3. Steuereinheit mit Kabelbaum
  4. AdBlue Tank

NeoBlue

FAQs zu NeoBlue

Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen zu unserem Nachrüstsystem NeoBlue sowie zu anderen wichtigen Themen in diesem Zusammenhang.
Diese Informationen werden laufend aktualisiert.

NeoBlue

Alles über NeoBlue - hier finden Sie Antworten

Was kostet das Nachrüstsystem?

Noch können wir hierfür keinen Preis nennen. Bei dem vorgestellten SCR-Retrofit-System handelt es sich bereits um ein Vorserienmodell.

Wann ist es lieferbar?

Aktuell ist das vorgestellte SCR-Nachrüstsystem nicht verfügbar. Um es in Fahrzeuge verbauen zu können, welche auf öffentlichen Straßen verkehren, bedarf es einer Genehmigung, beispielsweise einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE).

Für welche Fahrzeuge wird das Nachrüstsystem lieferbar sein?

Ein detailliertes Lieferprogramm existiert derzeit nicht.

Wer verbaut diese Systeme?

Das Nachrüstsystem wird später so konzipiert sein, dass es von ausgewählten, geschulten Autowerkstätten verbaut werden kann.

Wie lange dauert der Einbau?

Einbauzeiten sind je nach Fahrzeughersteller und Modell unterschiedlich. Für das vorgestellte SCR-Nachrüstsystem des Volkswagen T5 TDi veranschlagen wir vier bis fünf Stunden an Einbauzeit.

Welche Nachteile sind mit dem Einbau eines Nachrüstsystems zu erwarten?

Ein SCR-Abgasreinigungssystem benötigt einen zusätzlichen Betriebsstoff, das AdBlue, welches in einem separaten Tank im Fahrzeug aufbewahrt wird. Das AdBlue, eine Ammoniaksubstanz, wird dem Abgas beigemischt und wandelt das Stickoxid NOx / NO in Wasser (H2O) und Stickstoff (N2) um. AdBlue muss, je nach Tankgröße, alle paar Tausend Kilometer nachgefüllt werden.

Der Tank ist ein Bestandteil der gesamten Nachrüsteinheit. Da das Nachrüstsystem zwischen 3 bis 5 % AdBlue-Anteil zum verbrauchten Kraftstoff benötigt, entstehen hier zusätzliche geringfügige Betriebskosten.

Wieviel AdBlue benötigt das Nachrüstsystem?

Das hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel unter welchen Betriebsbedingungen das Fahrzeug bewegt wird. Auch die Fahrstrecke, Temperatur und Fahrzeugbeladung spielen eine geringfügige Rolle. Als Faustformel gilt aber, dass zwischen 3 bis 5 % AdBlue Anteil je verbrauchtem Liter Kraftstoff benötigt werden. Umgerechnet auf einen Kraftstoffverbrauch von 6 Liter Diesel/100 km wären das rund 0,18 bis 0,3 l AdBlue-Verbrauch. Es ist also nicht erforderlich, bei jedem Tanken ebenfalls AdBlue nachzufüllen.

AdBlue wird in einen separaten Tank gefüllt, welcher je nach Modell zwischen 5 und 13 l fassen wird.

Wo bekomme ich AdBlue?

An der Tankstelle, in der Werkstatt oder bei einem Händler für Kaftfahrzeug-Ersatzteile. Für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge gibt es aktuell nur eine Qualität.

Sind Wartungen am SCR-Nachrüstsystem erforderlich?

Nein, das Nachrüstsystem ist wartungsfrei. Im Rahmen der normalen Fahrzeuginspektion wird auch das Nachrüstsystem überprüft.

Gibt es für die Nachrüstung eine Förderung?
Die Nachrüstung mit einem SCR-System wird für Fahrzeuge von gewerblichen und kommunalen Betriebe finanziell bezuschusst. Die Höhe des Zuschusses richtet sich in erster Linie nach dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeuges als auch der Fahrzeugkategorie.
Detaillierte Auskunft hierüber gibt die BAV- Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.

NeoBlue

Alles über Stickoxide - das sollten Sie wissen

Was sind Stickoxide und wie entstehen diese?

Stickstoffoxide oder auch Stickoxide (NOx) sind Sammelbezeichnungen für verschiedene gasförmige Verbindungen, zu denen auch NO (Stickstoffmonoxid) und NO2 (Stickstoffdioxid) zählen.

Die Hauptquellen von Stickstoffoxiden sind Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die bedeutendste NOx-Quelle, wobei Personenwagen mit Dieselmotoren mit 72,5 % den höchsten Anteil haben.

In Städten und dort besonders an stark verkehrsbeeinflussten Orten hat der Anteil des NO2 am NOx seit 2000 kontinuierlich zugenommen. An über der Hälfte der städtischen verkehrsnahen Messorte liegen die NO2-Jahresmittelwerte über dem ab dem 1.1.2010 einzuhaltenden Grenzwert von 40 µg/m³.

Sind Stickoxide gefährlich für die Gesundheit?

NOx (Stickoxide), dazu zählt auch Stickstoffmonoxid (NO) ist ein farb- und geruchloses, giftiges Gas, das an der Luft sofort zu Stickstoffdioxid (NO2) reagiert.

NO2 entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger, wie Gas, Kohle und Öl, und ist daher unter anderem Bestandteil des Abgases von Kraft- und Luftfahrzeugen, von Öl- und Gas-Heizkesseln sowie von Gas- und Kohlekraftwerken.

NO2 in höheren, dauerhaften Konzentrationen kann Gesundheitsschädlich sein und zum Beispiel  zu Entzündungsreaktionen in den Atemwegen führen sowie die Reizwirkung anderer Luftschadstoffe zusätzlich verstärken. In der Folge können Atemnot, Husten, Bronchitis, sowie steigende Anfälligkeit für Atemwegsinfekte sowie Lungenfunktionsminderung auftreten.

Besonders gefährdet sind Menschen, die in der Stadt leben. Denn gerade Ballungsgebiete sind im Vergleich zum Umland stärker mit Luftschadstoffen belastet. Der Straßenverkehr ist im urbanen Raum die Hauptquelle für Stickstoffoxide: Die höchsten Konzentrationen werden vorwiegend an viel befahrenen Straßen mit einer hohen Bebauung gemessen.

Wie werden Stickoxide gemessen?

Verkehrsbezogene Stickoxide werden vorwiegend in den Städten mit Umweltzonen an über 500 Messstationen mehrmals täglich erfasst. Die Daten werden tagesaktuell Online durch das Umweltbundesamt für die verschiedensten Messstationen veröffentlich.

Die höchsten Stickoxidbelastungen treten vorwiegend in den Wintermonaten bei hohem Luftdruck auf. Da kalte Luft schwerer als warme ist, sammelt sich diese vorwiegend in Bodennähe. Da ein Luftaustausch mit den höheren Luftschichten während dieser Wetterperiode kaum mehr stattfindet, verbleiben die Luftschadstoffe in der unteren Luftschicht. Nebel oder trübe Luft sind ein typisches Phänomen.

Welche Grenzwerte gelten für Stickstoffdioxid (NO2)?

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurden europaweit mit Umsetzung der EU-Richtlinie 2008/50/EG vom 11. Juni 2008 für Stickstoffdioxid (NO2) diese Grenzwerte festgelegt:

  • Ab dem 1.1.2010 dürfen die NO2-Jahresmittelwerte 40 µg/m³ (Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Normzustand) nicht überschreiten.
  • Ab dem 1.1.2010 dürfen die NO2-Einstundenmittelwerte 200 µg/m³ nicht öfter als 18mal im Kalenderjahr überschreiten.

Im Überschreitungsfall besteht die Pflicht, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen. Die EU-Richtlinie 2008/50/EG wurde mit der 39. BImSchV (05.08.2010 | BGBl. I S. 1065) in deutsches Recht umgesetzt.

Dennoch wurden an  46 % verkehrsnahen Messstationen weiterhin der Grenzwert von 40 µg/m³ im Jahresmittel überschritten, an zwei Drittel dieser Stationen mit Werten von mehr als 45 µg/m3 sogar deutlich.

Stickstoffdioxid (NO2) wird als Gesundheitsgefährdend eingestuft, Hauptquelle sind Pkws und leichte Nutzfahrzeuge mit Dieselmotoren.

59 Prozent (%) der städtischen verkehrsnahen Luftmessstationen registrierten im Jahr 2016 Überschreitungen des Jahresgrenzwertes von 40 µg/m³. Die Messstelle Neckartor in Stuttgart registrierte in diesem Jahr sogar 35 Stunden mit Überschreitung des NO2-Einstundenmittelwerts von 200 µg/m³.

Warum hat ein Dieselmotor so hohe Stickoxidwerte?

Dieselmotoren von Personenwagen gelten als die Hauptquelle für die hohen Stickoxidwerte auf den Straßen und in den Städten. Dieselmotoren haben im Vergleich zu Benzinmotoren einen höheren Wirkungsgrad, was im Wesentlichen auf das Verbrennungsverfahren des Dieselmotors zurückzuführen ist. Da Dieselkraftstoff eine um ca. 10 % höhere Energiemenge bereitstellt, erfordert dies bei der Verbrennung einen höheren Luftanteil.

Bei der Entwicklung moderner Dieselmotoren stand meist der Verbrauchsvorteil und damit die Einsparung von CO2 im Vordergrund, was wiederum mit einem deutlich höheren Stickoxidausstoß in Kauf genommen werden musste. Besonders deutlich wird dies bei den EURO5-Dieselmotoren von Personenwagen, welche in den wenigsten Fällen bereits über eine moderne Abgasreinigung verfügen, die sog. AdBlue-Technologie, welche Harnstoff in den Abgasstrang einspritzt um Stickoxide zu reduzieren.
Bei diesen EURO5-Diesel-Pkws wurde ab Herbst 2015 eine wesentliche Diskrepanz zwischen den Stickoxidemissionen im realen Fahrbetrieb und den Messungen im Labor nachgewiesen. ADAC und viele weitere Prüfinstitute stellten bei diesen Fahrzeugen deutliche Abweichungen fest. Nicht wenige Fahrzeugmodelle zeigten im realen Fahrbetrieb (RDE = Real Drive Emission) Stickoxidwerte von über 1.000 mg/km, obwohl nur 180 mg/km im Labortest zulässig waren.

Was haben Diesel, Stickoxide und Fahrverbote miteinander zu tun ?
Stickoxide sind als gesundheitsgefährdender Schadstoff eingestuft. Aus diesem Grund hat die Europäische Union zum Schutz der Bevölkerung Grenzwerte bei NO2 (mehr …= Link zu"Welche Grenzwerte gelten für Stickstoffdioxid) für die Außenluft erlassen.
Für Stickstoffdioxid (NO2) sind seit 1. Januar 2010 zwei Grenzwerte gesetzlich verpflichtend:

200 µg/m3 NO2 als Stundengrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit. Maximal 18 Überschreitungen im Kalenderjahr.
40 µg/m3 NO2 als Jahresgrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit
30 µg/m3 NO2 als Jahresgrenzwert zum Schutz der Vegetation (national)

Weil Deutschland seit Jahren in vielen Städten die Grenzwerte für die Luftreinhaltung überschreitet (2016 wurde der Jahresgrenzwert 40 µg/m3 für NO2 an 59 % der Messstellen in den Städten überschritten, wobei besonders Stuttgart mit insgesamt 35 Stunden Überschreitung des 1-Stunden-Grenzwerts für NO2auffällig war), hat die EU-Kommission im vergangenen Jahr ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.

Die Hauptquellen von Stickstoffoxiden sind Verbrennungsmotoren, insbesondere Dieselmotoren sowie Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die bedeutendste NOx-Quelle, wobei Personenwagen mit Dieselmotoren mit 72,5 % den höchsten Anteil haben. Besonders auffällig hohe NO2-Emissionen haben EURO5-Dieselmotoren in Pkws und leichten Nutzfahrzeugen.
Was kann man dagegen tun?

Ein ganzes Bündel von Maßnahmen wäre erforderlich. Differenzieren muss man dabei zwischen Maßnahmen, welche die Quellen der Emissionen für Stickstoffoxid betreffen, insbesondere jene, welche von Dieselmotoren stammen. Auch sind immissionsseitig Aktionen erforderlich, diese gelten in erster Linie den sogenannten Hotspots für Stickstoffdioxid in den stark belasteten Städten. Aber auch die Bevölkerung auf dem Land hat ein Recht auf saubere Luft.

Emissionsseitig werden aktuell diese Maßnahmen diskutiert:

  • Software-Nachrüstung mit NOx-Reduktion von 30 % bei den Dieselmotoren EURO5 und 6 seitens der Fahrzeughersteller (Nationales Forum Diesel/Aug. 2017)
  • Hardware-Nachrüstung, also mit AdBlue und Harnstoffeinspritzung sowie SCR-Katalysator für die o.g. Fahrzeuge
  • Nachrüstung von Bussen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit SCR-Katalysatoren.

Immissionsseitig wurde bei dem "Nationalen Forum Diesel" am 02. 08.2017 ein ganzes Bündel von Maßnahmen durch den Bund festgelegt, welche eine nachhaltige Mobilität sicherstellen sollen. Der Bund unterstützt die Kommunen und Gemeinden bei der Umsetzung mit 500 Mio. Euro. Die Einführung einer "Blauen Plakette", welche Fahrzeuge mit einem besonders niedrigen Stickoxidausstoß kennzeichnen soll, wurde seitens der Politik bisher abgelehnt.

Emissionsseitig ist eine Kombination aus Software- sowie Hardware-Nachrüstung am effektivsten und bringt die höchste Reduktion an Stickoxiden.

NeoBlue

Alles über SCR - mehr dazu hier

Wie funktioniert dieses Nachrüstsystem?

AdBlue, welches aus einer wässrigen Harnstofflösung besteht (32,5 Prozent Harnstoff und 67,5 Prozent destilliertes Wasser), wird in einem Extra-Tank im Fahrzeug mitgeführt und in den Abgasstrom eingespritzt. Unter Einwirkung von Hitze entsteht Ammoniak, der wiederum mit den Stickoxiden reagiert, die in einem SCR-Katalysator (SCR=selektive katalytische Reduktion) in harmlosen Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt werden. Die Reduktion der Stickstoffemissionen soll bis zu 90 Prozent betragen.

Die selektive katalytische Reduktion bezeichnet ein Verfahren zur Minimierung des Stickoxid-Gehalts in den Abgasen. Eine Harnstoff-Wasserlösung wird vor dem SCR-Katalysator in den Abgasstrom eingespritzt. So entstehen während der selektiven katalytischen Reduktion Stickstoff und Wasser.

Was ist SCR?

Der Begriff SCR (englisch selective catalytic reduction) bezeichnet eine Technik zur Reduktion von Stickoxiden in Abgasen von Feuerungsanlagen, Müllverbrennungsanlagen, Gasturbinen, Industrieanlagen und auch Verbrennungsmotoren. Die chemische Reaktion am SCR-Katalysator ist selektiv, das heißt, dass bevorzugt die Stickoxide (NO, NO2) reduziert werden, während unerwünschte Nebenreaktionen wie die Oxidation von Schwefeldioxid zu Schwefeltrioxid weitgehend unterdrückt werden.

Für die Reaktion von Stickoxid (NO, NO2) im Abgas von Dieselmotoren wird Ammoniak (NH3) benötigt, welches dem Abgas zugemischt wird. Dieses reagiert mit dem Stickoxid und wandelt dieses in Wasser (H2O) und Stickstoff (N2) um. Bei der Reaktion handelt es sich um eine sog. "Komproportionierung" der Stickoxide mit Ammoniak zu Stickstoff.

Was ist AdBlue?

AdBlue® ist ein Markenname für eine wässrige, ungiftige und geruchlose Harnstofflösung, bestehend aus 32,5 Prozent Harnstoff und 67,5 Prozent demineralisiertem Wasser. Mit dieser Lösung kann der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) bei Dieselmotoren wesentlich reduziert werden.

Die wasserklare Lösung wird bedarfsgerecht in den Abgasstrom eingespritzt und führt zu einer selektiven katalytischen Reduktion (SCR) im SCR-Katalysator. Stickoxid reagiert dabei mit dem Ammoniak und wird zu Wasser und Stickstoff umgewandelt.

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Abgas-Wiki - Alles über Abgase

Was ist Kohlenmonoxid (CO)?

Kohlenmonoxid (auch Kohlenstoffmonoxid genannt) ist ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas. Die Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen und ist ein starkes Atemgift. Sobald es eingeatmet wird und in die Blutbahn gelangt, verhindert es die Bindung von Sauerstoff an die roten Blutkörperchen.

Was ist Kohlendioxid (CO2)?

Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2, ein unbrennbares, saures und farbloses Gas; bei niedrigen Konzentrationen ist es geruchlos, bei hohen Konzentrationen nimmt man einen scharfen bis sauren Geruch wahr.

Kohlendioxid (CO2) ist neben Wasser (H2O) ein Produkt jeder Verbrennung. Es gilt nicht als Schadstoff, jedoch als klimarelevantes Treibhausgas.

Was ist Kohlenwasserstoff (HC)?

Kohlenwasserstoffe sind chemische Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) bestehen. Sie sind in Erdöl, Erdgas und Kohle in größeren Mengen zu finden, wo sie den eigentlichen "Energieträger" darstellen. Einige Kohlenwasserstoff-Verbindungen sind krebserregend.
Unter Einfluss von Sonnenlicht reagieren Kohlenwasserstoff und Stickstoffoxide zu Ozon.

Was sind Stickoxide (NOx)?

Stickstoffoxide oder auch Stickoxide (NOx) sind Sammelbezeichnungen für verschiedene gasförmige Verbindungen, zu denen auch NO (Stickstoffmonoxid) und NO2 (Stickstoffdioxid) zählen.

Was ist der Unterschied zwischen NOx und NO2?

NOx ist ein Sammelbegriff für verschiedene gasförmigen Oxide des Stickstoffs.
NO2 (Stickstoffdioxid) ist ein rotbraunes, giftiges, stechend chlorähnlich riechendes Gas, das zur Gruppe der Stickoxide gehört. Es entsteht vorwiegend bei der Verbrennung fossiler Energieträger ist Bestandteil von Abgasen, vorwiegend aus Dieselmotoren.

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